Ende Juni geht’s für kon.txt nach längerer Zeit mal wieder nach Salzburg, genauer gesagt nach Trimmelkam ins Sakog nahe der deutschen Grenze. Dort erwartet uns eine Location, die auch in Wien für staunen sorgen würde. In diesem Mekka der audiovisuellen Bespieglung werden wir uns mit unseren Homies von L’EGOJAZZ (uvm.) ordentlich austoben. Mittoben kostet keinen Eintritt!
Aber damit nicht genug am nächsten Tag schaut dann noch DEAD PREZ, BEWARE, DA STAUMTISCH, DERYL DANSTON uvm. im SAKOG vorbei und die Party geht weiter…
Schlagzeug und Bass, alte Synthesizer und modernes Sampling, Pop und Elektro, Musik und Visualkunst fügen sich zu einem avantgardistischen Konzert zusammen. Das Erstlingswerk von Rhytm Police mit dem Namen TURBO BELLS wurde im Januar 2009 vom Zündfunk auf Bayern2 zum besten Album der Woche gekürt. Im Vorfeld von SPIELART erscheint das zweite Album. Als Vorgeschmack zu Rhytm Police, heizen die vier Künstler von L’egojazz schon mal die Hütte auf. Aus ihren L’ego-steinen Musik, Video und Tanz bauen sie ein multimediales Konzert zusammen.
als kleiner vorgeschmack hier noch ein video vom letzten l´egojazz konzert
Weil 2009 das Jahr der Heimkehrer (und nicht wie fälschlicherweise oft berichtet das Jahr des Büffels), setten wir -unserer Rolle als Trendsetter durchaus bewusst- einen Sogenannten. Als, um, weil und in Form von L’egojazz graben wir im Grassauer Heftersaal diesen Freitag nach den Embryonen unserer Herkunft - in schicken T-Shirts, die alle einzeln von Hannes am getragen und zum Verkauf angeboten werden. Daher extra Kneten mitbringen, das gilt vor allem für die Schüchternen die beim nächsten No Pants Day auf Nummer Sicher gehen wollen. So und jetzt kommt eine textliche Interaktivitätspassage, bitte festhalten. Falls du Dich entscheidest, den weiteren Abend in Grassau mit Bradley’s H zu feiern, lies bitte weiter unter -A-. Falls Du den Fanmarsch zum zweiten L’egojazz-Konzert des Abends mit nach Trimmelkam begleiten willst, lies weiter bei -B-. Falls du zu der Gruppe Menschen gehörst, die stattdessen mit ihren mitgenommenen weil übriggebliebenen —20-09— Brillen von Silvester an Ort und Stelle regungslos stehen bleiben, wirst Du zeremoniell ins Gesicht geschlagen.
-A-
Zur Zugabe von L’egojazz holst Du endlich Deine matschigen Tomaten aus den Hosentaschen und wirfst sie auf Heiner Seits. Volltreffer! Noch während der Nottransport sich bemüht, von der Fontänenartigkeit der gröberen Wunden abzulenken, stürmen Bradley’s H auf die Bühne und verwandeln das Provinzkaff in einen Vorort der Hölle. Das gleissende Spektakel brennt sich tief in Deine Augenhornhaut und noch heute, beim täglich neuen Versuch Deinen Neffen davon zu erzählen bekommst Du soviele Orgasmen gleichzeitig, dass alle genervt gehen.
-B-
Als die mittlerweile völlig entkleidete Menschenmasse beginnt, sich gegenseitig Brechreiz-Mittel beim Wettessen um die letzten Plätze in den Exklusiv-Helikoptern reinzumischen, fällt Dir auf wie praktisch es ist, dass Du heute morgen diesen Teleport erfunden hast. Ungeachtet kleinerer Nebensächlichkeiten beamst Du Dich mehr oder weniger vollständig nach Trimmelkam, wo Du anschließend backstage mit den Musikern leckere längst vergessene Eissorten aus den Siebzigern sowie heute noch nicht erfundene Drogen konsumierst. Am nächsten Morgen kannst Du Dich an nichts mehr erinnern.
Freitag. Nicht der Dreizehnte, nicht minder traurig. Die Trennung unserer Musikerfreunde von L’egojazz und dem Tänzer E.W. (die Kronen Zeitung berichtete) tritt in letzter Konsequenz den logischsten aller Schritte an, der von Boygroups zelebrierte Zustände aussehen lässt wie chinesische Klassizisten nach einem David Lynch Film: das Abschiedskonzert. An pompösen Gepose wird nicht gespart: Ich packe meine Koffer daher mit Dobre, Rumpeln, Frittenbude, Saalschutz, Franz Spencer und Voksmoproyal und natürlich L’egojazz, das letzte Mal noch dazu in der Formation Aloa Input. Dazu kommen wir und nehmen aus Wien dann gleich noch Dorian Concept (BAMBAM!) mit. Weil so viel auch so früh, um 8 gehts bereits los. Wer zuerst kommt, muss beissende Hunde malen.
Am Wochenende des 26. und 27. Oktobers lohnt es sich in München zu sein: das mittlerweile sechste digitalanalog Festival belegt zwei Tage lang die Räumlichkeiten des Gasteig. Zu sehen gibt’s neben Artists wie Kabelton, Wilson Wicked, Jay Denham uvm., diverse Lesungen und Projektpräsentationen. Wir dürfen gleich zwei mal: zuerst bebildern wir im Carl-Orff-Saal(!) die Lesung von sub-bavaria, die gleichzeitig von Aloa Input musikalisch untermalt wird.
Wenn der Abend dann später wird traut sich dann auch L’egojazz auf die Bühne, was uns logischerweise mit einschließt.
Morgen findet am Wössner See im Chiemgau das Grütten Hill Festival statt. Unter den sieben Bands befindet sich, idealerweise an letzter Position auch L’egojazz, die wie die meisten dort auftretenden Interpreten in dieser Umgebung ihre Wurzeln haben. Wie hübsch es dort ist lässt der offizielle Trailer erahnen:
Wenn man dem Pressebericht des Bock Ma’s glauben darf, werden derzeit sämtliche Rekorde in allen möglichen Disziplinen gebrochen. Im Wettbewerb “Menschen verwandeln sich in unmögliche Gegenstände†liegen zwei Mitarbeiterinnen des Festivals in Führung. Die beiden Virtuosinnen verwandelten sich gemeinsam in eine Burgruine und verwiesen damit ihre Kollegin aus dem Bockmas-Team mit ihrer Transformation zum Kartenvorverkauf auf den zweiten Rang.
In der Disziplin “Wir zaubern schönes Wetter†führt ein unbekannter Hut die Gesamtwertung an. Sein Wetterzauber hält vorraussichtlich bis Sonntag Abend, damit könnte der Weltrekord von irgendwann vor unserer Zeit endgültig fallen (oder zumindest eingestellt werden).
In den klassschen Disziplinen wird der Vorverkauf mit 33 Euro seiner Favoritenrolle gerecht und verweist mit einer Differenz von 6 Euro die Abendkasse (39 Euro) auf den zweiten Rang. Die Eintageskarte wurde nicht mit in die Wertung mit aufgenommen. Die musikalischen Disziplinen wurden heute Abend um 17:45 von einem Darm eröffnet und vorraussichtlich von L’egojazz Sonntag Morgen um 0:15 ausgeleitet. Dazwischen befinden sich eine ganze Menge Favoriten und Geheimtipps. Ich muss jetzt weg.
Die L’egojazz Festival Tour geht weiter, kommendes Wochenende besuchen dir das Sommerschein Festival bei Frankfurt am Main. Am Samstag Abend um 23:40 umsonst und draussen!
Das Labertal Festival in der Nähe von Regensburg wird am späten Samstag Abend von L’egojazz abgepfiffen. Wir drücken natürlich vor der Show wieder auf Play, und spielen währenddessen auf der Bühne Solitär mit Keyboard!
L’egojazz gibts auch heute Abend wieder live zu genießen, und zwar in Raisting am Ammersee. Zwischen lustigen Antennen und dem Baggersee findet das Lucky Lake Festival statt, bei dem wir uns um 23:50 Uhr die Ehre geben werden. Wir freuen uns besonders auf die größte Technikschlacht die es bei einem L’egojazz Konzert je gegeben hat, und werden für alle die sich das entgehen lassen berichten.